Predigtentwürfe

Predigt zu Genesis 37 – 50 (Pastor Edgar L. Born, Schwerte)

„Du hast mich wachsen lassen im Lande meines Elends“

1. Mose 41, 50-52:

Und Josef wurden zwei Söhne geboren, bevor die Hungerzeit kam; die gebar ihm Asenat, die Tochter Potiferas, des Priesters zu On. Und er nannte den ersten Manasse; denn Gott, sprach er, hat mich vergessen lassen all mein Unglück und mein ganzes Vaterhaus. Den andern nannte er Ephraim; denn Gott, sprach er, hat mich wachsen lassen in dem Lande meines Elends.

Josef ist einer der Kinder Jakobs. Er stammt aus einer kinderreichen Patchworkfamilie mit einem Vater und 4 Müttern, elf Brüdern und mindestens einer Schwester.

Und man sagt, er wäre der Lieblingssohn gewesen. Deshalb hat ihm der Vater eine bunte Jacke geschenkt. Natürlich sind die Brüder neidisch. Josef bekommt es zu spüren.

Er ein Träumer und seine Träume erzählt er seinen Brüdern, arglos, voller kindlicher Unschuld. „Josef, der Träumer in dem bunten Rock“, lästern sie. 

Sie hänseln ihn. Sie spielen ihm übel mit. Die Eltern kriegen davon nichts mit.

Josef, der Träumer mit dem bunten Rock. Für seine Brüder immer mehr ein Dorn im Auge. Eines Tages beschließen sie, ihn loszuwerden. Als Sklaven verkaufen sie ihn nach Ägypten. Seinen bunten Rock tauchen sie in Tierblut. Dem Vater gaukeln sie vor, er sei wie ein Lamm von wilden Tieren zerrissen worden. Dem Vater zerreißt es das Herz. Die Brüder heucheln Mitgefühl.

Sie sind nicht die einzigen, die Josef übel mitspielen. Obwohl sich Josef redlich Mühe gibt, seine Unschuld zu bewahren. Es gibt immer wieder Menschen, die es nicht gut mit ihm meinen und ihn in eine Falle zu locken versuchen.

Unschuldig landet er im Gefängnis. Dort lernt der Träumer Träume zu deuten. Und als er schließlich einen Traum des Pharao richtig deutet, ernennt der ihn zum zweiten Mann im Staat.

Eine merkwürdige Geschichte. Der ehemalige Sklave wird zu einer tragenden und herausragenden Gestalt im fremden Lande. Er wird ein weiser handelnder Politiker, den man gerne um Rat fragt.

Die Geschicke des Landes weiß Pharao bei Josef in den besten Händen.

Privat stellt sich endlich das Glück ein. Seine Frau gebiert ihm zwei Söhne. Josef gibt ihnen hebräische Namen. Seine Herkunft hat er nie verleugnet.

Den ersten nennt er Manasse, den zweiten nennt er Ephraim.

Es sind die Namen seiner Söhne, die uns verraten, wie er mit seinem schweren Schicksal umgegangen ist.

Der erste Name ‚Manasse‘ bedeutet:  Gott hat mich vergessen lassen all mein Unglück und mein ganzes Vaterhaus.

Das meint: Gott hat meinem Leben eine solche Wendung gegeben. Er hat mich aus dem Staub erhoben und ich konnte den ganzen alten Staub abschütteln. Er hat mich an diesen Platz gebracht. Darin erkenne ich seine führende und weise Hand.

Josef wird einmal sagen: „Meine Brüder gedachten es böse mit mir zu machen, aber Gott hat es gut gemacht.“

Das Unglück vergessen lassen. Das heißt nicht, es einfach zu verschweigen und zu verdrängen. Das hätte die Wunden seiner Seele nur noch mehr infiziert. Verdrängung bricht irgendwann auf wie eine stinkende Eiterbeule. 

Er hat sich vielmehr ablenken lassen. Das ist etwas ganz anderes als Verdrängen. Er hat einfach getan, was ihm vor die Hände kam. Er ist Schritt um Schritt auf dem Weg gegangen, der sich ihm unter die Füße schob. Er hat sich weder selbst bedauert noch sich in seiner Opferrolle gebadet. Josef hat – gewiss mit Gottvertrauen – seine Situation angenommen und sein Leben vorwärts gelebt, nicht rückwärtsgewandt und nicht rücksichtslos. Er hat der Zukunft vertraut und darauf, dass Gott sie ihm öffnet.

Gott hat mich vergessen lassen all mein Unglück und mein ganzes Vaterhaus. Am Ende wird auch Trauer spürbar. Gott – so sagt er  – hat mich nicht nur mein Unglück vergessen lassen, sondern auch mein ganzes Vaterhaus.  Immer wieder wird er sich dahin zurück gesehnt haben. Und das wiegt schwer und ist wie ein Schatten auf seinem Glück, dass ihm in den Kinderaugen seines Sohnes Manasse entgegenleuchtet.

Sicher hat er sich nicht träumen lassen, dass er seinen Vater jemals wiedersehen würde. Aber es kam alles ganz anders. Nach dem Überfluss der sieben fetten Jahre bricht eine verheerende Hungersnot über den ganzen Vorderen Orient. Eine Hungernot, die besonders sein ehemaliges Vaterland schwer trifft. Das Leben von Mensch und Tier ist bedroht. 

In ihrer Not wenden sich die hungernden Menschen an Pharao. Josef hat als zweiter Mann im Staat in der Zeit des Überflusses vorgesorgt.  

‚Fürchtet euch nicht! Habt Mut! ‘ lautet seine Botschaft, und er öffnet ihnen die Kornspeicher des Landes. Ein weiser und barmherziger Mann!

Die Nachricht von dem weisen und gütigen Mann erreicht auch Jakobs Familie im Nachbarland Israel. Er schickt seine Söhne nach Ägypten und lässt sie um Getreide für Brot bitten. Es kommt zu einer bewegenden Begegnung. Die Übeltäter von einst treten – ohne es zu wissen – ihrem ehemaligen Opfer unter die Augen. 

Und er gibt sich ihnen zu erkennen: Ich bin Josef, euer Bruder, sagt er. Um Leben zu erhalten, hat Gott mich vor euch hergeschickt. Holt euren Vater! Ich werde für euch sorgen. Das Beste soll euch gehören. Vergessen und vergeben alles Unrechts der Vergangenheit. Denn Gott steht auf unserer Seite. Jakob, sein Vater, und all seine Familien ziehen nach Ägypten. Josef wird der Garant ihres Lebens im fremden Land. Denn Gott handelt durch ihn. Gott hat Gutes im Sinn. Er hält die Menschen am Leben. 

Der Name des zweiten Sohnes ist Ephraim. Das bedeutet: Gott hat mich wachsen lassen im Lande meines Elends.

Auf seinem komplizierten Lebensweg ist Josef innerlich gewachsen. Er hat sein Leben in der Fremde angenommen. Vor allem wächst er in das Vertrauen auf Gott hinein.

Wenn man diese alte Geschichte erzählt, ist fast mit Händen zu greifen, wieviel das alles mit der Geschichte der Deutschen in Russland zu tun hat.

Diejenigen, die nach den Schrecken der Deportation, des Hungers und der Gefängnisse ihre neue Situation annahmen, haben in der Fremde wieder neu angefangen. Haben ihre Lieben gesucht. Manchmal auch gefunden.

Sie haben sich nicht unterkriegen lassen und mit bemerkenswertem Mut versucht, aus der Not das Beste zu machen. Manche haben es in der Fremde zu etwas gebracht mit gutem Beruf, eigener Wohnung, Auto und Dadscha.

Ohne die Heimat je zu vergessen und zu verleugnen, wer sie sind und wo her sie kamen.

Die Namen der beiden Söhne Josef’s weisen darauf, wie Gott an den Menschen handelt. Manasse: Vergessen alles Unglück der Vergangenheit, sich der Zukunft zuwenden. Viele haben es sogar gewagt in die Urheimat der Vorfahren auszuwandern. Und dort eine bemerkenswerte Integrationsgeschichte hingelegt.

Ephraim: Wachsen und Gedeihen nach Elend und Vertreibung. Ich denke an die Worte, die einmal ein alter russischer Pope in Akmola sagte: „Je mehr sie uns bedrückten, desto mehr ist der Glaube gewachsen.“

Jakob und Josef sind längst gestorben. Aber der Segen Gottes ist auch kommenden Generationen verheißen. 

Das ermutigt uns auch heute – 80 Jahre nach der Deportation. Wir dürfen an Gottes Hand mutig in die Zukunft gehen. Mit einem bisweilen trotzigen Glauben, der sagt: Dennoch bleibe ich stets an dir, denn du hältst mich bei meiner rechten Hand.

Und der Friede Gottes, der höher ist als unsere Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus, unserem Herrn. Amen. 

Predigtskizze zu Jesaja 12, 1-6 (Pastor Edgar L. Born, Schwerte)

Wir hören ein ganz besonderes Lied. Es ist vor langer, langer Zeit gedichtet worden. Es steht im Buch des Propheten Jesaja im 12. Kapitel und ist überschrieben mit: Danklied der Erlösten. 
 
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1An jenem Tag wirst du sagen: Ich danke dir, Herr. Du hast mir gezürnt, doch dein Zorn hat sich gewendet, und du hast mich getröstet.
2 Ja, Gott ist meine Rettung; ihm will ich vertrauen und niemals verzagen. Denn meine Stärke und mein Lied ist der Herr. Er ist für mich zum Retter geworden.
3 Ihr werdet Wasser schöpfen voll Freude aus den Quellen des Heils.
4 An jenem Tag werdet ihr sagen: Dankt dem Herrn! Ruft seinen Namen an! Macht seine Taten unter den Völkern bekannt, verkündet: Sein Name ist groß und erhaben!
5 Preist den Herrn; denn herrliche Taten hat er vollbracht; auf der ganzen Erde soll man es wissen.
6 Jauchzt und jubelt, ihr Bewohner von Zion; denn groß ist in eurer Mitte der Heilige Israels.
 
 Liebe Schwestern und Brüder!
 
An jenem Tage wirst du, Volk Gottes, sagen: Ja, Gott ist meine Rettung, ihm will ich vertrauen und niemals verzagen.
 
1. Es war wirklich eine entsetzlich grausame Zeit. 
Das Volk Israel hatte man aus seiner angestammten Heimat deportiert in die Fremde nach Assyrien. Das Land daheim lag verlassen da. Die Felder blieben unbestellt, die Weinberge ungepflegt. Die Häuser verfielen oder wurden von Fremden eingenommen. Die Gotteshäuser waren dem Verfall preisgegeben. 
Das Leid hatte vielen die Sprache verschlagen. Und die, die die Sprache wiederfanden, stimmten Klagelieder an, Tränenlieder.  Denn im Blick auf die Einzelnen war Grausames geschehen. Wie viele fanden den Tod, verhungerten, wurden gequält oder in der Fronarbeit zu Tode geschunden?! Viel zu viele! Und alle hatten ihre Heimat verloren. Manche auch ihren Glauben und ihren Gott.
Klagelieder voller Verzweiflung, ohnmächtiger Wut, voller Seufzen und voller Tränen, ja auch Klagen, Anklagen gegen Gott.
Und auf einmal sind mit Reigen der Klagelieder ganz andere Töne zu hören. Einer, es ist der Prophet Jesaja, schlägt ganz neue Töne an. Danktöne. Hoffnungstöne. Und das ist die Hoffnung des Propheten Jesaja für sein Volk: dass nicht alle untergehen, sondern ein Rest übrig bleibt. 
Auch wenn der Baum abgehauen wird, es wird – und davon ist Jesaja überzeugt, noch ein Stumpf stehen bleibt, der eines Tages wieder ausschlägt und blüht und neue Früchte trägt. Ein Rest wird überleben. Und mit ihm wird es einen neuen Anfang geben.
Das ist das Besondere an diesem Lied: es ist zu einer Zeit gedichtet, als es noch überhaupt keinen Grund zum Dank gab, mitten im Leiden, mitten in Bedrängnis, mitten im Exil. Und doch wagen schon einige dem Jesaja den Ton abzunehmen und weiter zu singen, Hoffnung gegen die Verzweiflung. Weil sie daran glauben, dass es einen Tag geben wird, wo sich das Blatt wendet und alles gut wird. Das Lied beschreibt die Zukunft, in der dann alles überwunden sein wird. 
Aber noch ist es nicht soweit. Die erste Generation hat die Heimkehr nicht mehr erlebt. Was die meisten das Elend ertragen ließ, war eben jene Hoffnung, dass eines Tages der Zorn Gottes verraucht sein wird und sich dieser Gott wieder erbarmt und sie heimbringt, in die alte, ersehnte Heimat.

2. Bibelkundige russlanddeutsche Menschen finden sich im Schicksal des Volkes Israel wieder.
Ja, so fühlen wir uns auch. Das haben wir ganz ähnlich erfahren.
Heute können sie aufs Ganze gesehen sagen: Wir sind noch da. Ein Rest hat überlebt. Wir sind davon gekommen. 
Das macht das Gedenken an die, die umkamen oder bis heute vermisst werden, nicht unmöglich. Die, die man verlor, hat man betrauert und wird man betrauern. Kaum eine Familie, die nicht Entsetzliches erlebt hat und berichten könnte. Betrachtet man das Einzelschicksal, so findet man dort das ganze Ensemble des Elends. Aufs Ganze gesehen aber gilt, was ein Russlanddeutscher sagte: „Sie haben uns nicht ausrotten können. Wir sind übrig geblieben und bewahrt worden.“
Trotz allen Schmerzes um Erlittenes und Verlorenes kann darum auch gedankt werden. An jenem Tage wirst du sagen: Ich danke dir, Herr. Ich danke dir für Bewahrung, für Kraft zum Überleben und für Menschen, wie aus den Gulags wiederkamen. Ich danke dir, Herr, dass auch das Wunder geschah, dass die Kirchen drüben nicht vollends untergingen, sondern immer noch da sind und sogar wieder neu erblühen.
Ich danke dir, dass wir als Familien in Deutschland Aufnahme und Auskommen fanden und russlanddeutsches Leben in vielfältiger Weise heute hier - in der Heimat der Urahnen - wieder erblüht. Es ist wahrgeworden, was einst der Prophet für das ganze Volk Gottes glaubte: „An jenem Tage wirst du sagen: Ich danke dir, Herr. Ja, Gott, ist meine Rettung, ihm will ich vertrauen und niemals verzagen.“  
Es kann sein, dass wir hier auch Zeiten durchleben müssen, die wie Durststrecken sind. In denen Leid uns widerfährt. Natürlich kann man dann auch ein Klagelied anstimmen – oder wie Jesaja es wagte: schon heute ein Danklied. 
Als Pastor der Russlanddeutschen wünsche ich mir auch das, dass nach Jahren staatlich verordneten Atheismus auch der Glaube unter denen, die zu uns gekommen sind, neu erblüht, den Menschen neue Kraft gibt und Hoffnung und zur Liebe befähigt.
Liebe Schwestern und Brüder: Wir sind eingeladen, heute schon auf Hoffnung zu setzen und ein Lied der Hoffnung zu singen und sich aus dieser Hoffnung den Mut schenken zu lassen, durchzuhalten und auszuhalten, was wir zu tragen haben. Die Hoffnung ist dann wie ein kleines Licht, dass auch den dunkelsten Raum erhellt.
Und ich fange an zu glauben, dass es einen Tag geben wird, an dem wir dann im Rückblick auf das Durchstandene sagen können:
Ja, Gott ist meine Rettung; ihm will ich vertrauen und niemals verzagen.

Und der Friede Gottes, der höher ist als unsere Vernunft, der bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.
 
(Pfarrer Edgar L. Born)

Predigtgedanken zu Gal 6, 2 (Pastorin Ulrike Kirschstein, Norden)

* Das biblische Wort, das zugrunde liegt: Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.

anders gesagt bzw. zur „Übersetzung“ des Begriffes „Gesetz“ (nach Paulus in Gal. 3 und Gal 5): Einer trage des andern Last, so werdet ihr heraustreten aus dem alten Gesetz, das wie ein Zuchtmeister wirkte. Ihr werdet hineintreten in die Gesetzmäßigkeit Christi, dessen Kennzeichen Freiheit ist.
 
* Lasten teilen: das ist als Bild und als Erfahrung gut nachvollziehbar und hier gut mit Erfahrungen zu füllen – zunächst ganz Boden ständig:
- gemeinsam etwas Schweres schleppen
- gemeinsam etwas durchstehen
 
* Menschen tragen die Last von anderen mit: Erfahrungen von Deportierten
- „… in Sibirien, irgendwo im Nirgendwo… da war ein Licht  und wir gingen hin… die russische Frau rieb meine schon fast erfrorenen Füßchen mit Schnee, den sie von draußen holte – so lange, bis sie wieder durchblutet wurden. Dann gab sie mir eine Tasse heißes Wasser. Nie werde ich dieses besondere Wasser vergessen.“
- „… die russische Frau mochte uns wohl – mich und meine Schwester. Und immer, wenn sie vorbeikam gab sie uns ein Schälchen Milch…“
- „… wir hatten nichts und niemanden in Greetsiel: erste Station nach dem Auffanglager…. Ich ging in die Kirche und weinte still vor mich hin… eine Frau legte ihre Hand auf meine Schulter und fragte mich… sie kam jeden Tag mit Essen – bis wir endlich angemeldet waren und einkaufen konnten…“
 
* Menschen tragen die Last von anderen mit: Erfahrungen heute
- Sie ist mit Gewalt aufgewachsen. Sie hat eine multiple Persönlichkeitsstörung. Sie hat es geschafft allein zurecht zu kommen. Sie wird finanziell sehr unterstützt – Monat für Monat, Jahr für Jahr und sie hat Familienanschluss gefunden
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Einer trage des andern Last, so werdet ihr heraustreten aus dem alten Gesetz, das wie ein Zuchtmeister wirkte. Ihr werdet hineintreten in die Gesetzmäßigkeit Christi, dessen Kennzeichen Freiheit ist.
- Das ist eine Mahnung zur Geschwisterlichkeit: als Schwestern und Brüder in Jesus Christus tragen und gehen wir gemeinsam: you´ll never walk alone.
- Das ist eine Aufforderung zu einem Miteinander: Ich-Du-Wir: gute Geschwisterschaft. So, genau so, lebt sich christlicher Glaube!
Und das in einer ziemlich individualisierten Welt. Nein, als Christen und Christinnen leben wir in einem Glauben, in dem wir miteinander und füreinander denken und handeln. Deshalb interessieren wir uns für unsere Geschichten und Erfahrungen. Deshalb hören wir. Deshalb weinen wir mit. Deshalb freuen wir uns mit. Deshalb schmecken wir unbekannte Speisen.
- Folgen wir dieser Aufforderung. Lassen wir uns ermahnen. Leben wir darin! Leben wir miteinander! Achten wir aufeinander!
 
Einer trage des andern Last, so werdet ihr heraustreten aus dem alten Gesetz, das wie ein Zuchtmeister wirkte. Ihr werdet hineintreten in die Gesetzmäßigkeit Christi, dessen Kennzeichen Freiheit ist.
Warum wir dazu aufgefordert sind?
Weil Einer uns mit all unseren Lasten getragen hat  -  getragen bis in die tiefsten Tiefen und bis in alle Ewigkeit.
Weil dieser Eine uns trägt bis heute und bis in alle Ewigkeit.
Weil er getragen hat und trägt, deshalb tragen auch wir!
Amen.